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Stossdämpferwechsel ? Kein Problem !

Hat der Wohnwagen, nach vielen Jahren, so manche Tour auf unwegsamen Wegen hinter sich gebracht, ist es an der Zeit sich dem Fahrwerk als System zu widmen, in meinem Fall einem Faktor des selbigen: den Stossdämpfern.

Sahen sie auf den ersten Blick noch recht nach Stoss dämpfenden Elementen aus hatten sie aber allein aufgrund ihres Alters den Zenith ihrer Dämpfungsbereitschaft längst überschritten. Nicht das die Eribelle arg schlingerte oder sich durch die Federung aufschaukelte, nein, nach 13 Jahren treuer Dienste sind diese hydraulischen Schaukelbremsen alles andere als neuwertig. Da sind zu allererst mal die inneren Abdichtungen der Hub- und Zugstange zu nennen die das kostbare Dämpferöl so langsam in die freie Natur ablassen. Lange Rede kurzer Sinn, die Dinger gehören normalerweise nach spätestens 10 Jahren auf den Entsorgungsmüll. Natürlich ist es ohne weiteres möglich mit einer solchen „Gummiachse“ zu fahren, man stellt sich automatisch auf die Fahreigenschaften eines solch unterdämpften Gefährts ein.

Ersatz war gefragt und gefunden im Zubehörbereich des Fahrgestellherstellers AL-KO von dem die meisten Wohnwagenaufbauten seit über 30 Jahren ihr Fahrgestell beziehen. Die Original französischen Dämpfer sahen nach Ausbau doch recht ölig aus und hatten beim Aus- und Einschub den Wiederstand einer besseren Luftpumpe zu bieten. Bei der Beschaffung der AL-KO Dämpfer  für AL-KO Fahrwerke ist eigentlich in erster Linie die Gewichtsklasse zu beachten. Hier sind es die Farben der Stossdämpferhülsen die ein Unterscheidungsmerkmal der einzelnen Gewichtsklassen angeben.

s.  AL-KO Tabelle: 

Bezeichnung

Octagon

Octagon

Octagon

Octagon

Bestellnr.

244 084

244 085

244 086

244 087

Einzelachse

bis 900 kg

bis 1300 kg

bis 1800 kg

bis 4000 kg

Tandemachse

bis 1600 kg

bis 2600 kg

bis 3500 kg

bis 7500 kg

Farbe

grün

blau

rot

schwarz

Gelenkanschlussaugen

ja

ja

ja

nein

Schraub- material

ja

ja

ja

nein

Eigengewicht

1,3 kg

1,3 kg

1,3 kg

1,5 kg

Die Kosten schwanken zwischen 29, - und 32, - Euro pro Dämpfer, was in Anbetracht der Wirkung neuer Stossdämpfer auf den Wohnwagenaufbau  im Verhältnisse nicht allzu teuer erscheint. Gerade diese Schwingungen, Vibrationen und Schläge sind für einen solchen Aufbau Schwerstarbeit über die Jahre, soll doch das ganze irgendwie auch noch relativ dicht bleiben. Der Fahrer sitzt im Auto und bekommt von alle dem eigentlich nicht viel mit, was dort von der Strasse an Unebenheiten an den Wohnwagen weiter gemeldet  wird.

Da wäre eine immer wiederkehrende Aussage: Hängerreifen brauche man nicht auswuchten. Dazu kann ich nur sagen: Jeder der auf der Hinterachse seines Pkws ein nicht gewuchtetes Rad mal sein eigen nannte und  die 80 km/h überschritten hatte, fuhr gerne zum Reifenhändler. Hier verhält es sich so das man zwar nicht unbedingt im Zugfahrzeug die Leiden des Aufbaus mitbekommt, aber irgendwohin müssen ja diese Schwingungen, Vibrationen etc., im Endeffekt über die Achse zum empfindlicherem Aufbau mit all seinen Einbauten versteht sich. Da höre ich schon die robuste Eriba - Touringfraktion die da  meint, ihrem geschweißten und beplankten Wohni‘s sei das oben genannte relativ egal, die Puck‘s und Triton‘s überleben alles! Wirklich? Alles? Ich denke man sollte das Ganze als Zusammenspiel, als System und die Reifen und Dämpfer als Teil desselbigen ansehen.

Dem Wasser ist es gleich ob es durch Zentimeterspalten (siehe Wacki‘s Hobbywohnwägen) oder Millimeterspalten (bis zu Haarrissöffnungen) kommt, es ist alles eine Frage der Zeit (in unserem Falle die etwas längere Eribazeit)

So nun genug gelabert: An die Schraubschlüssel und beiseite getreten, Huky wechselt die Stoßdämpfer ohne weitere wissenschaftliche Untermauerung:

Wobei, eins hätte ich noch zu sagen: Sichert euch ein Umtauschrecht, falls wider erwarten die Dämpfer doch nicht passen sollten. AL-KO Fahrwerke vertragen i.R. AL-KO Dämpfer aber bei der Fülle von Reisewohnwägen ist es mir nicht möglich auch nur Ansatzweise eine irgendwie geartete Einbaugarantie zu übernehmen. Also, wie immer mit Mut zur Lücke ran an die Schrauben:

Aufbocken, Räder runter, Muttern lösen die neuen Dämpfer zwei bis drei mal auseinander und zusammen drücken/ziehen (entlüften), die Zwischenringe (wo nötig) an den Dämpferaugen mit einsetzen damit der Dämpfer einigermaßen in Fahrtrichtung fluchtet, das war es. Wenn es mit der Lage der Dämpfer und der Fluchtung nicht ganz genau hinhaut so ist das kein Beinbruch, dafür sind die sog. Dämpferaugen beweglich in Gummi gelagert so das die Hub/Zugstange einwandfrei ein und ausfahren kann.

Danach Räder wieder dran, fertig. Achja Fotos gibt es natürlich auch noch s.u.

....so wie  diese Ölsardinen sollten sie nicht i.R. nicht aussehen

Einbau ? Einfach (aber trotzdem Anzugsdrehmomente beachten...wenn möglich)

...fluchten sollten sie schon ! Dafür liegen auch die passenden Hülsen bei .

Fertig und weiterhin ruhige Fahrt

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